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DHL - Ausbeutung vom Staat?

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15.06.2017 14:17
von:
Ninnife
Status: offline  

Na ja.

Noch mal ganz eindeutig: Ich schleppe regelmäßig 10 kg auf den Schultern .... bei bezahltem Porto.

DHL lässt sich nicht abwählen .... ich habe aber schon die Lösung gefunden.

Danke für die Teilnahme und fürs brainstorming

15.06.2017 14:27
von:
Diedo
Status: offline  

Zitatmaruru schrieb am 15.06.2017 um 13:22:

ZitatNinnife schrieb am 15.06.2017 um 13:19:

@maruru

Anscheinend ist das Thema bei Dir nicht durchgekommen?

Wer kann von 1500 € bei Vollzeit leben?


Ich kenne Menschen, die haben weniger und leben davon . . .

Und jetzt?

w.


Und denen lächelst Du charmant zu und sagst ihnen, jeder habe schließlich (sein) Päckchen zu tragen, Du freutest Dich jedenfalls immer, wenn Du welche bekämst und ohnehin sei manchmal ein Perspektivwechsel erfrischend und originell: oder wie gehst Du mit solchen Löhnen für Vollzeitknochenjobs um? Findest Du sie gut vertretbar?

15.06.2017 14:30
von:
Ninnife
Status: offline  

ZitatFusselinchen schrieb am 15.06.2017 um 14:09:

Ninnife schrieb um 13:58
Sind ausschließlich Ausländer ohne Sprachkenntnisse ... eigentlich sollten solche Beschäftigungsverhältnisse verboten werden .....


ohoh .... gaaaaaaaaz dünnes Eis.....bei mir.....

Ich fand bisher unsere Debatte ja recht sachlich und ok...

Jedoch lasse ich mich nicht auf ausländerfeindliche, diskriminierende und rassistische begründete Debatten ein....

Sorry... da bin ich raus......



Das o. s. sehe ich erst jetzt.... nein, so habe ich es nicht gemeint.

Es sind die Arbeitsverhältnisse ( = Ausbeutung) die angeboten werden, für Menschen, die (hier oder woanders) keine andere Wahl haben.

Der Mindestlohn wird dadurch hintergangen, weil sie nicht hier resident sind, sondern als "Entsendete" gelten.

15.06.2017 14:32
von:
Ninnife
Status: offline  

ZitatWeirdo2013 schrieb am 15.06.2017 um 14:05:

Mediale Aufmerksamkeit bringt manchmal was....Nur ein kleines Beispiel. Irgendein Politmagazin deckte auf, dass viele Schwestern des Deutschen Roten Kreuzes gar keinen Arbeitsvertrag hatten, sondern nur eine Mitgliedschaft beim DRK. Dieser "verlieh" nach Bedarf ihre Arbeitskraft an Krankenhäusern. Folge: Unregelmäßiges Einkommen, null soziale Absicherung. Nach dem Bericht "dachten" einige Krankenhäuser um und boten allen DRK Schwestern einen Arbeitsvertrag an. Sicherlich ein Tropfen auf dem heissen Stein, aber manchmal hilft "meckern"


Das habe ich auch gesehen .... unglaublich

Gut, dass es vorbei ist ....

15.06.2017 14:37
von:
Diedo
Status: offline  

ZitatNinnife schrieb am 15.06.2017 um 14:30:
Der Mindestlohn wird dadurch hintergangen, weil sie nicht hier resident sind, sondern als "Entsendete" gelten.


Das Einsatzland ist doch entscheidend. Oder?

15.06.2017 14:38
von:
klara64
Status: offline  

ZitatNinnife schrieb am 15.06.2017 um 13:19:

@maruru

Anscheinend ist das Thema bei Dir nicht durchgekommen?

Wer kann von 1500 € bei Vollzeit leben?


Ich habe weniger, also was solls das und ich arbeite in 3-Schichten. Du hast ja keine Ahnung mit wie wenig Geld manche auskommen müssen.

15.06.2017 14:48
von:
Ninnife
Status: offline  

ZitatDiedo schrieb am 15.06.2017 um 14:37:

ZitatNinnife schrieb am 15.06.2017 um 14:30:
Der Mindestlohn wird dadurch hintergangen, weil sie nicht hier resident sind, sondern als "Entsendete" gelten.


Das Einsatzland ist doch entscheidend. Oder?


Leider nicht. In der Bauwirtschaft und in anderen Branchen ist es immer noch üblich/gestattet.

15.06.2017 14:48
von:
Diedo
Status: offline  

Zitatmaruru schrieb am 15.06.2017 um 13:32:

Von brutto bin ich ausgegangen . . .

w.


1.500 € brutto?! Bei Vollzeit?

Na, da gehe ich schon von netto aus. Ist immer noch wenig genug.

15.06.2017 14:49
von:
Ninnife
Status: offline  

Zitatklara64 schrieb am 15.06.2017 um 14:38:

ZitatNinnife schrieb am 15.06.2017 um 13:19:

@maruru

Anscheinend ist das Thema bei Dir nicht durchgekommen?

Wer kann von 1500 € bei Vollzeit leben?


Ich habe weniger, also was solls das und ich arbeite in 3-Schichten. Du hast ja keine Ahnung mit wie wenig Geld manche auskommen müssen.


Kannste sicher sein, dass ich davon Ahnung habe. Mit 1500 brutto für eine ganze Familie?

15.06.2017 14:50
von:
maruru
Status: offline  

ZitatDiedo schrieb am 15.06.2017 um 14:27:

Zitatmaruru schrieb am 15.06.2017 um 13:22:

ZitatNinnife schrieb am 15.06.2017 um 13:19:

@maruru

Anscheinend ist das Thema bei Dir nicht durchgekommen?

Wer kann von 1500 € bei Vollzeit leben?


Ich kenne Menschen, die haben weniger und leben davon . . .

Und jetzt?

w.


Und denen lächelst Du charmant zu und sagst ihnen, jeder habe schließlich (sein) Päckchen zu tragen, Du freutest Dich jedenfalls immer, wenn Du welche bekämst und ohnehin sei manchmal ein Perspektivwechsel erfrischend und originell: oder wie gehst Du mit solchen Löhnen für Vollzeitknochenjobs um? Findest Du sie gut vertretbar?


Werte Diedo,

wie ich sehe liest du hier aufmerksam mit und weisst bestimmt auch, dass du mein geschriebenes jetzt ganz neu zusammen gestellt hast, aber es gefällt mir, denn so bekommen auch meine Worte eine andere Bedeutung und regen zum nachdenken an, mich bestimmt.

Zu deinen Fragen:

Ich versuche Menschen die mir bekannt und unterbezahlt sind zu einem anderen Job zu verhelfen, sie zu Fort- und Weiterbildungen zu motivieren und noch so einiges mehr.

Mein Trinkgeld fällt, nicht nur, beim Frisör und in der Gastrobranche höher aus . . .

Ich schenke wahrlich in vielen Bereichen mein charmantes Lächeln und bin wertschätzend zu Menschen die an den Kassen sitzen, die mir meine Pakete bis vor die Haustür bringen und vielen mehr . . .

Die Liste könnte ich noch verlängern, aber ich denke du verstehst mich, mit deinem wachen Verstand, den ich hier immer wieder gerne lese, auch so.

Zu deinen nächsten Frage - nein sicher finde ich es nicht gut, dass eine Erzieherin, die sehr viel Verantwortung trägt, dass eine Pflegekraft, gleichgültig wo sie tätig ist, oft bei diesem Knochenjob, dass Lastkraftwagenfahrer körperlich an Limit auf den Strassen immer schneller in immer leichteren Fahrzeugen, mit immer mehr druck arbeiten müssen, denn hier geht es oft nicht um ein dürfen . . .

Auch hier, Diedo, verstehst du bestimmt was ich damit sagen will.

@ TE - verzeih mir mein Abschweifen, ging es dir hier doch voranging um die DHL.

w.

15.06.2017 14:57
von:
Fusselinchen
Status: offline  

ZitatNinnife schrieb am 15.06.2017 um 14:30:

ZitatFusselinchen schrieb am 15.06.2017 um 14:09:

Ninnife schrieb um 13:58
Sind ausschließlich Ausländer ohne Sprachkenntnisse ... eigentlich sollten solche Beschäftigungsverhältnisse verboten werden .....


ohoh .... gaaaaaaaaz dünnes Eis.....bei mir.....

Ich fand bisher unsere Debatte ja recht sachlich und ok...

Jedoch lasse ich mich nicht auf ausländerfeindliche, diskriminierende und rassistische begründete Debatten ein....

Sorry... da bin ich raus......



Das o. s. sehe ich erst jetzt.... nein, so habe ich es nicht gemeint.

Es sind die Arbeitsverhältnisse ( = Ausbeutung) die angeboten werden, für Menschen, die (hier oder woanders) keine andere Wahl haben.

Der Mindestlohn wird dadurch hintergangen, weil sie nicht hier resident sind, sondern als "Entsendete" gelten.


Ok.... Deine Klarstellung nehme ich an...

Ich gebe Dir recht, das AG die Hilfebedürftigkeit mancher AN ausnutzen.... getreu dem Motto : " sei froh, dass Du überhaupt einen Job hast" Dies kommt allerings leider in sehr vielen Branchen und bei sehr vielen AGs vor.

Was allerdings die Unterwanderung des Mindestlohns damit zutun hat, erschließt sich mir nicht ganz.... 🤔


15.06.2017 14:58
von:
maruru
Status: offline  

ZitatDiedo schrieb am 15.06.2017 um 14:48:

Zitatmaruru schrieb am 15.06.2017 um 13:32:

Von brutto bin ich ausgegangen . . .

w.


1.500 € brutto?! Bei Vollzeit?

Na, da gehe ich schon von netto aus. Ist immer noch wenig genug.


Und deine Antwort hast du jetzt ernst gemeint?

Oh, das erstaunt mich nun aber.

w.

15.06.2017 14:58
von:
Ninnife
Status: offline  

Verdrängung ist Gold wert .... aber nicht alle sind anfällig für Schmeicheleien

15.06.2017 15:05
von:
Weirdo2013
Status: offline  

In der Kurierbranche ist es üblich Subunternehmer zu beschäftigen. Und die beschäftigen wieder "angebliche" Subunternehmer...sprich, angebliche Selbstständige. Die alles (Auto, Fahrtkosten, Krankenkasse etc.) selbst zahlen müssen. Aber eigentlich ist dies eine Scheinselbstständigkeit und viele zahlen am Ende des Monats sogar noch drauf. So kann man herrlich den Mindestlohn unterwandern. Der Preisdruck steigt in der Branche und siehe da...auch DHL macht den Mist mit. Dieses "Verfahren" wird in so vielen Branchen eingesetzt und missbraucht.

15.06.2017 15:08
von:
ZenziZeisig
Status: offline  

Mich ärgert das auch, weil es mir besonders mit DHL sehr oft so geht, dass ich Pakete selbst abholen muss (obwohl ich in den meisten Fällen zu Hause war).... und in der Filiale dann noch ellenlange Menschenschlangen.

Dazu kommt noch, dass ich um die entsprechende Filiale zu erreichen, durch die halbe Stadt laufen muss, obwohl ich eigentlich die Hauptpost direkt um die Ecke habe, bei der vor einigen Jahren auch noch Pakete angenommen bzw. ausgegeben wurden.

Aufgrund dessen vermeide ich inzwischen sogar möglichst Bestellungen bei Geschäften die mit DHL verschicken.

Die Unterbezahlung bzw. die Ausbeutung der Mitarbeiter bei sämtlichen Paketdienstleistern finde ich auch ein großes Ärgernis.

...das ist auch der einzige Grund, warum sich mein Groll bei nicht zugestellten Sendungen noch in Grenzen hält..

Die stehen unter einem Wahnsinns-Zeitdruck.

15.06.2017 15:11
von:
Diedo
Status: offline  

ZitatNinnife schrieb am 15.06.2017 um 14:48:
Leider nicht. In der Bauwirtschaft und in anderen Branchen ist es immer noch üblich/gestattet.


Bei (Schein-)Selbständigkeit kann der Mindestlohn umgangen werden. Aber solche Tricksereien spielen bei den benannten bei DHL Besschäftigten ja keine Rolle. Ansonsten ist schon der Einsatzort entscheidend u. Beschäftigung unterhalb des dort geltenden Mindestlohns nicht gestattet. Gerade nochmal nachgelesen: § 1 Abs. 3 MiLoG. Wobei es tatsächlich noch bis 31.12.2017 eine Übergangsregelung gibt, § 24a AEntG. Die Baubranche ist davon aber nicht betroffen: http://www.der-mindestloh [...] rbe.html

editiert am 15.06.2017 15:21 Beitrag melden Zitatantwort
15.06.2017 15:13
von:
Fusselinchen
Status: offline  

ZitatWeirdo2013 schrieb am 15.06.2017 um 15:05:

In der Kurierbranche ist es üblich Subunternehmer zu beschäftigen. Und die beschäftigen wieder "angebliche" Subunternehmer...sprich, angebliche Selbstständige. Die alles (Auto, Fahrtkosten, Krankenkasse etc.) selbst zahlen müssen. Aber eigentlich ist dies eine Scheinselbstständigkeit und viele zahlen am Ende des Monats sogar noch drauf. So kann man herrlich den Mindestlohn unterwandern. Der Preisdruck steigt in der Branche und siehe da...auch DHL macht den Mist mit. Dieses "Verfahren" wird in so vielen Branchen eingesetzt und missbraucht.


Hm.... ja diese Problematik ist mir bestens bekannt, jedoch gilt ja das Mindeslohngesetz erst seit 2015 in seinem jetzigen "Zustand".

Das die Post- und Kurierdienstleistungsbranche aber sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse untergräbt, ist ja schon seit Jahren so, lange lange vor 2015.... ( persönlich bekannt mindestens seit 2005 ) Deshalb hat sich mir der Zusammenhang nicht erschlossen, da die Machenschaften schon lange vor den Gesetz so gehandhabt wurden......



15.06.2017 15:15
von:
Diedo
Status: offline  

Zitatmaruru schrieb am 15.06.2017 um 14:58:

Und deine Antwort hast du jetzt ernst gemeint?

Oh, das erstaunt mich nun aber.

w.


Ja, sicher ernst gemeint. Ein Paketzusteller bei DHL verdient bei Vollzeit doch nicht 1.500 brutto im Schnitt in Deutschland?! Netto erscheint mir realistischer. Aber ob brutto oder netto gemeint war, kann nur die TE sagen.

editiert am 15.06.2017 15:20 Beitrag melden Zitatantwort
15.06.2017 15:18
von:
Fusselinchen
Status: offline  

ZitatDiedo schrieb am 15.06.2017 um 15:15:

Zitatmaruru schrieb am 15.06.2017 um 14:58:

Na, da gehe ich schon von netto aus. Ist immer noch wenig genug.


Und deine Antwort hast du jetzt ernst gemeint?

Oh, das erstaunt mich nun aber.

w.


Ja, sicher ernst gemeint. Ein Paketzusteller bei DHL verdient bei Vollzeit doch nicht 1.500 brutto im Schnitt in Deutschland?! Netto erscheint mir realistischer. Aber ob brutto oder netto gemeint war, kann nur die TE sagen.
Zitat


Doch leider .... die 1.500 brutto sind realistisch......


15.06.2017 15:23
von:
Diedo
Status: offline  

@ Fusselinchen: Jetzt hast Du mein Zitate-Chaos übernommen. Magst Du es reparieren, damit nicht @mauro in den Mund gelegt wird, was ich sagte? Sorry für´s Chaos.


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