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DHL - Ausbeutung vom Staat?

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17.06.2017 09:40
von:
maruru
Status: offline  

Zitatmaruru schrieb am 15.06.2017 um 13:47:

ZitatNinnife schrieb am 15.06.2017 um 13:30:

Zitatmaruru schrieb am 15.06.2017 um 13:22:

(quote max. 3 Ebenen)Ninnife schrieb am 15.06.2017 um 13:19:

@maruru

Anscheinend ist das Thema bei Dir nicht durchgekommen?

Wer kann von 1500 € bei Vollzeit leben? (/quote max. 3 Ebenen)

Ich kenne Menschen, die haben weniger und leben davon . . .

Und jetzt?

w.


Ach, zum Glück bin ich heute in der Stimmung, Dir nicht mehr zu antworten


Etwas anderes habe ich auch nicht angenommen.

w.



Durch deine ständigen Wiederholungen wirst du mir dein Anliegen auch nicht verständlicher machen können . . .

w.

17.06.2017 12:00
von:
Steppenwoelfi..
Status: offline  

Bis heute habe ich keinerlei Erfahrungen mit DHL gesammelt. Ich bestelle nichts im Internet und das einzige was geliefert wird ist mein Wein, der kommt direkt aus Frankreich mit einer Spedition.

Heute kam ich in den Genuss ein Paket verschicken zu müssen (zwei Bücher, insgesamt 2,2 kg).

Kurzer Preischeck

DHL 6,99
Hermes 5,49
GLS 4,59

Mein Fazit zu DHL...unverschämt teuer

17.06.2017 19:47
von:
Minerva_
Status: offline  

Also, ich finde das Anliegen der TE verständlich und nachvollziehbar.
Und schön, wenn sich eine andere Lösung finden ließ.
Mir ist mittlerweile klar geworden, warum die Pakete sehr schnell im PaketShop landen, obwohl ich da bin. Die Pakete n den Shop zu bringen und Karten in die Briefkästen zu werfen geht schneller und schont die Bandscheiben als klingeln und warten.
Und ich glaube, ich bin zukünftig diesbezüglich nicht mehr sauer auf den Boten.

Ich überlege grundsätzlich, ob ich die Dinge, die ich brauche, irgendwo im Laden bekomme. Das wird nur zunehmend schwieriger, was mich immer wieder echt ärgert...

17.06.2017 20:01
von:
uneindeutig
Status: mobile  

Die Zusteller bekommen aber mehr dafür, dass sie auch was erfolgreich zustellen können. Den größten Gefallen tut man ihnen, indem man sicherstellt, dass sie ihr Zeug z.B. immer beim gleichen Nachbarn (Rentner bieten sich da sehr an), abgeben können. Reden hilft da ungemein. Meine müssen nie auch nur ein Paket wieder mitnehmen und sind durchaus zufrieden damit.

Weniger bestellen wird wirklich immer schwieriger.

Und zum Lohnthema: Hier gibt es zwei treibende Kräfte, einerseits den Kunden, der nicht viel für die Dienstleistung zahlen will und andererseits einen zu großen Niedriglohnsektor und ein offenes Europa, das Lohndumping ermöglicht. Beides wären Stellschrauben mit den jeweiligen Konsequenzen am anderen Ende. Der Mindestlohn war und ist das erste wirksame Mittel, obwohl es natürlich noch viel zu kurz greift.

260 Mio. sind im Übrigen Peanuts. Nicht nur neben dem Vorstandsgehalt sondern auch, wenn man mal schaut, wo da noch wie viel Kohle versenkt wird.

18.06.2017 10:12
von:
Ninnife
Status: offline  

ZitatFusselinchen schrieb am 15.06.2017 um 21:34:

Jeder sieht es nun mal anders....

Hab Du auch noch einen schönen Abend....


Ich verstehe völlig und ganz, was Du meinst

Je nach Alter und (Vor-)Belastung nehme ich es den Mitmenschen auch an, dass sie es nicht anders (sehen) können .... allerdings ist dann meine Abgrenzung auch ziemlich rasch gesetzt - wie eine hier deutlich sehen kann -

Eine Sache ist es, wenn eine Person es nicht verstehen kann (könnte), eine andere, wenn sie es nicht fühlen kann. Beim Verstehen kann eine immer behilflich sein, aber beim Fühlen?

So hat es keksfabrik auch richtig gedeutet ....... eine gute Verdrängung ist unentbehrlich, aber kann ein Mensch auf Dauer ohne Werte gesund leben? Gemeinschaftlich? Ohne sich für die anderen bei Bedarf* einzusetzen?

Mich kostet nichts, diese betrügerischen Machenschaften - weil das sind es, zweifelsohne - überprüfen zu lassen. Und Menschen, die z. B. nur ihre A*-Pflege mit den Paketdiensten betreiben (wollen), haben bei mir nichts zu suchen

* Bedarf ist zunächst immer das, was ein Individuum zum Leben braucht und das zwar nicht auf Kosten des Nächsten.

18.06.2017 11:16
von:
Minerva_
Status: offline  

Kein Mensch lebt ohne Werte, deshalb auch durchaus gesund.
Die Frage ist eher, welche Werte für den einzelnen oder die einzelne wichtig sind.

Die Definition von Bedarf ist eine sehr individuelle. Nett aber sehr individuell und durch die eigenen Werte geprägt.

18.06.2017 11:46
von:
Ninnife
Status: offline  

Ich bin mir da nicht (mehr) so ganz sicher ....

Auch wenn ich alle Bedürfnisse gleichsetzte, muss ich jedoch zwischen ihnen eine grundlegende Wertigkeit erstellen. Das ist vielleicht der Unterschied zwischen den individuellen ....... ?

Existentiell sind zunächst die körperlichen, zusammen mit Schutz, Sicherheit und Eigebundenheit (= Grundbedürfnisse, überlebenswichtig)

Sind solche wackelig, ist mensch durchaus willig, auf die höheren Bedürfnis (die existieren auch!) zu verzichten und sich ausbeuten zu lassen (körperlich, emotional, moralisch). Das kann ich gut begreifen, das habe ich auch lange mitmachen müssen - und es war mir durchaus bewusst -

Wenn ich jedoch nicht (mehr) nach diesen Grundbedürfnissen trachten muss, muss ich andere wofür genau ausbeuten?

- Diese Frage verfolgt mich seit Jahrzehnten .... -

18.06.2017 13:14
von:
highLevel
Status: offline  

Ein Großteil der hier im Thread geschriebenen Dinge zur Themaik DHL stimmen.
Allerdings ist es komplex.

Ich bin selber Kurierfahrerin für DHL. Die Aufträge kommen direkt von DHL aus dem Hub am Flughafen Leipzig. Es sind EU-weite Sonderfahrten, die relativ gut bezahlt werden. Wenn man sich die Leute und Autokennzeichen, die jede Nacht ihre Fracht(Regelfahrten) von DHL abholen, so ansieht, kommt man schon ins Grübeln.
Meist sind es polnische, rumänische oder bulgarische SubSub-Einzelunternehmer, die in ihren Fahrzeugen übernachten, um an Aufträge zu kommen.
Diese schuften für einen Hungerlohn, wobei DHL vielleicht nicht die Schuld trifft, weil ein Großteil der eingefahrenen Gelder an diese Leute durch den Auftraggeber nicht weitergegeben werden. Ähnliches gilt auch für sogenannte AN in der Fleischindustrie.


18.06.2017 14:06
von:
Fusselinchen
Status: offline  

ZitatNinnife schrieb am 18.06.2017 um 10:12:

ZitatFusselinchen schrieb am 15.06.2017 um 21:34:

Jeder sieht es nun mal anders....

Hab Du auch noch einen schönen Abend....


Ich verstehe völlig und ganz, was Du meinst

Je nach Alter und (Vor-)Belastung nehme ich es den Mitmenschen auch an, dass sie es nicht anders (sehen) können .... allerdings ist dann meine Abgrenzung auch ziemlich rasch gesetzt - wie eine hier deutlich sehen kann -

Eine Sache ist es, wenn eine Person es nicht verstehen kann (könnte), eine andere, wenn sie es nicht fühlen kann. Beim Verstehen kann eine immer behilflich sein, aber beim Fühlen?

So hat es keksfabrik auch richtig gedeutet ....... eine gute Verdrängung ist unentbehrlich, aber kann ein Mensch auf Dauer ohne Werte gesund leben? Gemeinschaftlich? Ohne sich für die anderen bei Bedarf* einzusetzen?

Mich kostet nichts, diese betrügerischen Machenschaften - weil das sind es, zweifelsohne - überprüfen zu lassen. Und Menschen, die z. B. nur ihre A*-Pflege mit den Paketdiensten betreiben (wollen), haben bei mir nichts zu suchen

* Bedarf ist zunächst immer das, was ein Individuum zum Leben braucht und das zwar nicht auf Kosten des Nächsten.


Abgrenzung ist immer gut.... aus welchen Gründen auch immer... gerade auch hier in der imaginären Welt. Diese Selbstverständlichkeit steht jedem zu.

Zweifelsohne kann ich nicht fühlen, wenn Du ein 10 kg Paket nach Hause trägst. Ich kann auch nicht fühlen, wie es Dir geht, wenn Du Ungerechtigkeit empfindest. Ich kann Dich jedoch verstehen und das tue ich auch.

Dennoch habe ich Werte in meinem Leben. Andere Werte halt... vllt auch die gleichen, nur anders stark ausgeprägt. Wie Du schon richtig geschrieben hast, sind diese durch das Alter und Belastungsfaktoren begründet, jedoch auch von privaten und beruflichen Rahmenbedingungen, Erfahrungswerten und und und

Nur weil Menschen nicht der gleichen Meinung sind, verdrängen sie das Problem auch nicht. Der eine ist eben, bei diesem Problem, engagierter wie der andere.
Was aber wiederum mit den eigenen Werten zusammen hängt. Die Sichtweisen der Menschen sind nun mal unterschiedlich, aufgrund ihrer beruflichen wie auch privaten Erfahrungen.

Ich persönlich befasse mich seit fast 20 Jahren beruflich genau mit diesem Thema, dadurch sehe ich Dinge einfach etwas anders. Ich darf nicht nur eine Seite und ihre Faktoren sehen, ich muss andere Seiten und deren Faktoren beachten. Dadurch bekommt man einen sehr tiefen Einblick in so mache Zusammenhänge.... tiefer wie einem lieb ist

Ich gehe mit Dir konform, dass es unmenschliche Machenschaften sind, aber nur weil ich in Zweifel stelle, was eine Klage von dir bringen soll, habe ich dennoch Werte.

Und genau diese Werte setze ich, besonders beruflich, jeden Tag ein, um Menschen und der Gemeinschaft zu helfen und dienlich zu sein. Der Gemeinschaft, zu der auch Du gehörst und im Endeffekt arbeite ich mit meinen Werten auch für Dich.

Da wir hier in einer imaginären Welt unterwegs sind und nur einen Hauch einer Kleinigkeit, des anderen erleben, sollten wir gerade deshalb Achtsamkeit, Respekt, Toleranz, Akzeptanz und Wertschätzung den anderen Menschen gegenüber zeigen. In den allermeisten Fällen wissen wir vom anderen nicht viel bis nichts und dies weder beruflich noch privat. Deshalb sollten wir mit geschrieben Worten hier sehr respektvoll umgehen und nicht zu schnell urteilen.



editiert am 18.06.2017 14:23 Beitrag melden Zitatantwort
18.06.2017 14:06
von:
Ninnife
Status: offline  

ZitathighLevel schrieb am 18.06.2017 um 13:14:

Ein Großteil der hier im Thread geschriebenen Dinge zur Themaik DHL stimmen.
Allerdings ist es komplex.

Ich bin selber Kurierfahrerin für DHL. Die Aufträge kommen direkt von DHL aus dem Hub am Flughafen Leipzig. Es sind EU-weite Sonderfahrten, die relativ gut bezahlt werden. Wenn man sich die Leute und Autokennzeichen, die jede Nacht ihre Fracht(Regelfahrten) von DHL abholen, so ansieht, kommt man schon ins Grübeln.
Meist sind es polnische, rumänische oder bulgarische SubSub-Einzelunternehmer, die in ihren Fahrzeugen übernachten, um an Aufträge zu kommen.
Diese schuften für einen Hungerlohn, wobei DHL vielleicht nicht die Schuld trifft, weil ein Großteil der eingefahrenen Gelder an diese Leute durch den Auftraggeber nicht weitergegeben werden. Ähnliches gilt auch für sogenannte AN in der Fleischindustrie.


Genau das wollte ich wissen Vielen Dank!

3/4 der ArbeiterInnen in der Fleischindustrie sind auch "nicht-Residente", mit solchen lässt sich das Hackfleisch für 2,99 das Kilo produzieren.

Nun frage ich mich, inwieweit auch das Bedürfnis nach Konsum über gelieferte Pakete existentiell wäre, genauso wie nach Billigurlaubsflügen - auch die Ryanair verfährt so mit ihren Crews -

Ich glaube nicht, dass das auf Dauer eine gute Ersatzbefriedigung wäre ....

editiert am 18.06.2017 14:15 Beitrag melden Zitatantwort
18.06.2017 14:18
von:
Fusselinchen
Status: offline  

ZitatNinnife schrieb am 18.06.2017 um 11:46:

Ich bin mir da nicht (mehr) so ganz sicher ....

Auch wenn ich alle Bedürfnisse gleichsetzte, muss ich jedoch zwischen ihnen eine grundlegende Wertigkeit erstellen. Das ist vielleicht der Unterschied zwischen den individuellen ....... ?

Existentiell sind zunächst die körperlichen, zusammen mit Schutz, Sicherheit und Eigebundenheit (= Grundbedürfnisse, überlebenswichtig)

Sind solche wackelig, ist mensch durchaus willig, auf die höheren Bedürfnis (die existieren auch!) zu verzichten und sich ausbeuten zu lassen (körperlich, emotional, moralisch). Das kann ich gut begreifen, das habe ich auch lange mitmachen müssen - und es war mir durchaus bewusst -

Wenn ich jedoch nicht (mehr) nach diesen Grundbedürfnissen trachten muss, muss ich andere wofür genau ausbeuten?

- Diese Frage verfolgt mich seit Jahrzehnten .... -


Ui seit Jahrzehnten schon

Es würde aber Deinen Thread eigentlich hier sprengen, wenn jetzt auch noch die Bedürfnispyramide von Maslow zum Thema werden könnte.

Das wäre doch ein gutes Thema für einen neuen Thread....
Jeder soll mal SEINE 3 bis 5 Grundbedürfnisse niederschreiben.

Auf jeden Fall wäre er superindividuell......

18.06.2017 14:28
von:
ErikaS1
Status: online  

ZitatAirfield schrieb am 17.06.2017 um 12:00:

Bis heute habe ich keinerlei Erfahrungen mit DHL gesammelt. Ich bestelle nichts im Internet und das einzige was geliefert wird ist mein Wein, der kommt direkt aus Frankreich mit einer Spedition.

Heute kam ich in den Genuss ein Paket verschicken zu müssen (zwei Bücher, insgesamt 2,2 kg).

Kurzer Preischeck

DHL 6,99
Hermes 5,49
GLS 4,59

Mein Fazit zu DHL...unverschämt teuer

also ich schicke gewiss nichts mit mit GLS oder DPD ...
sorry aber das sind die letzten.

Bei DHL hab ich egal ob als Absender oder als Empfänger nur positive Erfahrungen gemacht...


editiert am 18.06.2017 15:05 Beitrag melden Zitatantwort
18.06.2017 14:29
von:
Ninnife
Status: offline  

ZitatFusselinchen schrieb am 18.06.2017 um 14:06:

ZitatNinnife schrieb am 18.06.2017 um 10:12:

ZitatFusselinchen schrieb am 15.06.2017 um 21:34:

Jeder sieht es nun mal anders....

Hab Du auch noch einen schönen Abend....


Ich verstehe völlig und ganz, was Du meinst

Je nach Alter und (Vor-)Belastung nehme ich es den Mitmenschen auch an, dass sie es nicht anders (sehen) können .... allerdings ist dann meine Abgrenzung auch ziemlich rasch gesetzt - wie eine hier deutlich sehen kann -

Eine Sache ist es, wenn eine Person es nicht verstehen kann (könnte), eine andere, wenn sie es nicht fühlen kann. Beim Verstehen kann eine immer behilflich sein, aber beim Fühlen?

So hat es keksfabrik auch richtig gedeutet ....... eine gute Verdrängung ist unentbehrlich, aber kann ein Mensch auf Dauer ohne Werte gesund leben? Gemeinschaftlich? Ohne sich für die anderen bei Bedarf* einzusetzen?

Mich kostet nichts, diese betrügerischen Machenschaften - weil das sind es, zweifelsohne - überprüfen zu lassen. Und Menschen, die z. B. nur ihre A*-Pflege mit den Paketdiensten betreiben (wollen), haben bei mir nichts zu suchen

* Bedarf ist zunächst immer das, was ein Individuum zum Leben braucht und das zwar nicht auf Kosten des Nächsten.


Abgrenzung ist immer gut.... aus welchen Gründen auch immer... gerade auch hier in der imaginären Welt. Diese Selbstverständlichkeit steht jedem zu.

Zweifelsohne kann ich nicht fühlen, wenn Du ein 10 kg Paket nach Hause trägst. Ich kann auch nicht fühlen, wie es Dir geht, wenn Du Ungerechtigkeit empfindest. Ich kann Dich jedoch verstehen und das tue ich auch.

Auch wenn ich Dich verstehen kann, so habe ich dennoch Werte in meinem Leben. Andere Werte halt... vllt auch die gleichen, nur anders stark ausgeprägt. Wie Du schon richtig geschrieben hast, sind diese durch das Alter und Belastungsfaktoren begründet, jedoch auch von privaten und beruflichen Rahmenbedingungen, Erfahrungswerten und und und

Nur weil Menschen nicht der gleichen Meinung sind, verdrängen sie das Problem doch nicht. Der eine ist eben, bei diesem Problem, engagierter wie der andere.
Was aber wiederum mit den eigenen Werten zusammen hängt. Die Sichtweisen der Menschen sind nun mal unterschiedlich, aufgrund ihrer beruflichen wie auch privaten Erfahrungen.

Ich persönlich befasse mich seit fast 20 Jahren beruflich genau mit diesem Thema, dadurch sehe ich Dinge einfach etwas anders. Ich gehe mit Dir konform, dass es unmenschliche Machenschaften sind, aber nur weil ich in Zweifel stelle, was eine Klage von dir bringen soll, habe ich dennoch Werte.

Und genau diese Werte setze ich, besonders beruflich, jeden Tag ein, um Menschen und der Gemeinschaft zu helfen und dienlich zu sein. Der Gemeinschaft, zu der auch Du gehörst und im Endeffekt arbeite ich mit meinen Werten auch für Dich.

Da wir hier in einer imaginären Welt unterwegs sind und nur einen Hauch einer Kleinigkeit, des anderen erleben, sollten wir gerade deshalb Achtsamkeit, Respekt, Toleranz, Akzeptanz und Wertschätzung den anderen Menschen gegenüber zeigen. In den allermeisten Fällen wissen wir vom anderen nicht viel bis nichts und dies weder beruflich noch privat. Deshalb sollten wir mit geschrieben Worten hier sehr respektvoll umgehen und nicht zu schnell urteilen.



Ich befasse mich auch beruflich seit über 20 Jahren damit .... obwohl ich seit 2006 nicht mehr in dem Bereich arbeite. Und ursprünglich befasste ich mich genau mit dem Thema "Entsendung" .... seit viel länger.

Erst jetzt kann ich mir jedoch leisten, die richtigen Worte dafür zu benutzen .... aus vielerlei Gründen. Und ja, Respekt ist was andere als Abgrenzung aber definitiv gehört die richtige Abgrenzung zum Respekt zu mir.

Das Thema Arbeit (und Gerechtigkeit!) ist mein Lebensthema .... so oft bin ich damit auf die Nase gefallen, bzw. so oft müsste ich zugeben, dass ich nicht in der Lage war, so gerecht zu handeln, wie ich mir erwünscht hätte.

Ich hab's mir aber nie zu leicht gemacht und habe stets versucht, die Not der Menschen dahinter zu sehen ......

Selbstverwirklichung auf Kosten von Menschen, die um ihre nackte Existenz kämpfen (müssen)?

Das höre ich im Alltag ständig .... aber nicht von psychisch gesunden und integren Menschen!

18.06.2017 14:37
von:
Ninnife
Status: offline  

ZitatFusselinchen schrieb am 18.06.2017 um 14:18:

ZitatNinnife schrieb am 18.06.2017 um 11:46:

Ich bin mir da nicht (mehr) so ganz sicher ....

Auch wenn ich alle Bedürfnisse gleichsetzte, muss ich jedoch zwischen ihnen eine grundlegende Wertigkeit erstellen. Das ist vielleicht der Unterschied zwischen den individuellen ....... ?

Existentiell sind zunächst die körperlichen, zusammen mit Schutz, Sicherheit und Eigebundenheit (= Grundbedürfnisse, überlebenswichtig)

Sind solche wackelig, ist mensch durchaus willig, auf die höheren Bedürfnis (die existieren auch!) zu verzichten und sich ausbeuten zu lassen (körperlich, emotional, moralisch). Das kann ich gut begreifen, das habe ich auch lange mitmachen müssen - und es war mir durchaus bewusst -

Wenn ich jedoch nicht (mehr) nach diesen Grundbedürfnissen trachten muss, muss ich andere wofür genau ausbeuten?

- Diese Frage verfolgt mich seit Jahrzehnten .... -


Ui seit Jahrzehnten schon

Es würde aber Deinen Thread eigentlich hier sprengen, wenn jetzt auch noch die Bedürfnispyramide von Maslow zum Thema werden könnte.

Das wäre doch ein gutes Thema für einen neuen Thread....
Jeder soll mal SEINE 3 bis 5 Grundbedürfnisse niederschreiben.

Auf jeden Fall wäre er superindividuell......


Danke für die späte Würdigung

die kann ich wirklich wertschätzen! Ich kenne nicht nur die maslowsche Pyramide, daher mein vorletzter Post ....

es ist viel einfacher mit voller Scheckkarte in die Goethestrasse shoppen zu gehen, als sich in der Tiefe der eigenen Sehnsüchte zu verlieren. Die schlechtere Variante wäre nur billiger , aber nicht minder sinnlos ...

Die Grundbedürfnisse sind für alle gleich! Die weiteren (die immateriellen!!!)werden jedoch oft durch Konsum kompensiert .....

Wie siehst Du das?

18.06.2017 15:02
von:
Weirdo2013
Status: offline  

Ausbeutung <----> Werte. Liegt es nicht auch daran, dass wir meist keine direkte Rückkoppelung unseres Verhaltens erfahren? Kaufe ich mir z.B ein Smartphone, sehe ich nicht all die Schrecken zur Bergung der Seltenen Erden. Theoretisch weiss ich es, aber ich verdränge es, da ich die Konsequenzen meines Handelns nicht unmittelbar erfahre. So manches Denken und Handeln scheint immer noch auf eine kleine Sippe mit Kurzzeitplanung ausgelegt zu sein

18.06.2017 15:10
von:
Ninnife
Status: offline  

Doch, das wissen die meisten und nehmen es in Kauf ...

versuch' mal heute ohne Smartphone zu arbeiten

Wir leben hier in paradiesischen Zusammenhängen ... das Paradies kann eine aber nicht kaufen

18.06.2017 16:39
von:
Fusselinchen
Status: offline  

ZitatNinnife schrieb am 18.06.2017 um 14:37:

ZitatFusselinchen schrieb am 18.06.2017 um 14:18:

ZitatNinnife schrieb am 18.06.2017 um 11:46:

Ich bin mir da nicht (mehr) so ganz sicher ....

Auch wenn ich alle Bedürfnisse gleichsetzte, muss ich jedoch zwischen ihnen eine grundlegende Wertigkeit erstellen. Das ist vielleicht der Unterschied zwischen den individuellen ....... ?

Existentiell sind zunächst die körperlichen, zusammen mit Schutz, Sicherheit und Eigebundenheit (= Grundbedürfnisse, überlebenswichtig)

Sind solche wackelig, ist mensch durchaus willig, auf die höheren Bedürfnis (die existieren auch!) zu verzichten und sich ausbeuten zu lassen (körperlich, emotional, moralisch). Das kann ich gut begreifen, das habe ich auch lange mitmachen müssen - und es war mir durchaus bewusst -

Wenn ich jedoch nicht (mehr) nach diesen Grundbedürfnissen trachten muss, muss ich andere wofür genau ausbeuten?

- Diese Frage verfolgt mich seit Jahrzehnten .... -


Ui seit Jahrzehnten schon

Es würde aber Deinen Thread eigentlich hier sprengen, wenn jetzt auch noch die Bedürfnispyramide von Maslow zum Thema werden könnte.

Das wäre doch ein gutes Thema für einen neuen Thread....
Jeder soll mal SEINE 3 bis 5 Grundbedürfnisse niederschreiben.

Auf jeden Fall wäre er superindividuell......


Danke für die späte Würdigung

die kann ich wirklich wertschätzen! Ich kenne nicht nur die maslowsche Pyramide, daher mein vorletzter Post ....

es ist viel einfacher mit voller Scheckkarte in die Goethestrasse shoppen zu gehen, als sich in der Tiefe der eigenen Sehnsüchte zu verlieren. Die schlechtere Variante wäre nur billiger , aber nicht minder sinnlos ...

Die Grundbedürfnisse sind für alle gleich! Die weiteren (die immateriellen!!!)werden jedoch oft durch Konsum kompensiert .....

Wie siehst Du das?


ja...das stimmt, oft werden tiefe Sehnsüchte, welcher Art auch immer, in einem übersteigerten Konsumverhalten kompensiert. Natürlich jeder auf seine Art. Was für den einen die Goethestr. in Ffm ist ( für unsere nichtregionalen Leser vllt ein wichtiger Hinweis ) ist dem anderen der Rewe-Center oder Kik um die Ecke.

Aber wer die Goethestr. wählen kann, dem sei es auch gegönnt, wenn man sich es leisten kann... warum nicht. Der Reichtum dieser Menschen, muss ja nicht in einem unmittelbaren Zusammenhang mit der Armut oder der Hilfebedürftigkeit eines anderen stehen. Eines haben aber Arm und Reich in diesem Fall gemeinsam: Wenn das Shoppen auf Verdrängung begründet ist, ist es genau so sinnentleert wie das tatenlose nachgrübeln über seine Sehnsüchte. Da hast Du recht.

Auch ich selbst nehme mich nicht davon aus, jedoch bin ich jedoch weit entfernt mir die Goethestr. leisten zu können ... Außerdem ist das Einzige was mir in den Länden passt höchstens einen Schal.... Neben an Hugendubel ist so mein Revier....

Ich persönlich lege z.B. keinen Wert auf die neuste Technik.... egal ob TV, Handy, Auto etc. .... andere hier in Lesarion vllt schon... ich neide es auch keinem wenn er sich einen Bildschirm in die Wohnung hängt, der so groß ist wie meine Garageneinfahrt. Da gehen die Bedürfnisse auseinander.... und ganz wichtig ist, ich stelle das Bedürfnis dieser Person nicht in Frage.

und so ist es auch mit den emotionalen:

je nach meiner Position kann ich entscheiden, ob ich mit dem Bedürfnis des Anderen klar komme. Ich kann im privaten Bereich entscheiden, ob ich etwas mit dieser Personen zu tun haben will oder nicht.

Im beruflichen Bereich ist es etwas anderes. Da gehen oft die Scheren auseinander. Egal was ist persönlich denke, handeln muss ich oft anders. Das hat aber nichts mit meinen persönlichen Werten zu tun. Die behalte ich. Trotzdem kann ich einem Menschen wertschätzend und respektvoll sagen, dass seine Ansicht mit den Ansichten die ich vertreten muss, nicht in Einklang zu bringen sind. Das heißt nicht, das ich den Menschen nicht verstehe, nicht respektiere, nicht akzeptiere, nicht wertschätze.....und hier grenze ich mich ab....

Selbstverwirklichung auf Kosten von Menschen, die um ihre nackte Existenz kämpfen (müssen)?


Ich gebe Dir da vollkommen recht.... Es gibt Dinge, die sind nicht nachvollziehbar. Ich verstehe auch nicht, dass z.B. Manager, die einen Konzern an die Wand fahren, dadurch Personalabbau und noch viele andere Dinge verschulden, bei einer fristlosen Vertragsauflösung noch Millionen an Abfindung erhalten, während andere nicht mal mehr ihre Familie ernähren können. Gleichwohl fragt man sich auch, woher das viele Geld auf einmal kommt, für Lohnerhöhungen war nie welches da...

Aber der Boykott gegen diese Firmen, um diese Machenschaften zu bekämpfen, kostet nicht dem Manager den Kopf, sondern den kleinen Mann den Arbeitsplatz. Deshalb, wenn man etwas tun will, kämpfen will... so wie Du .... dann an der richtigen Schraube drehen.....aber das ist wiederum nicht so ganz einfach. ....

Dein Wunsch etwas zu tun, den respektiere ich ... nur das wie...erschließt sich mir nicht ganz......

Aber egal welchen Weg du für das WIE gehst..... ich wünsche Dir, wirklich, viel Glück dabei und das dir dadurch ein Bedürfnis erfüllt wird....



editiert am 18.06.2017 16:44 Beitrag melden Zitatantwort
18.06.2017 20:06
von:
Ninnife
Status: offline  

Ich verstehe, was Du meinst .... beruflich oder privat, da mache ich keine Unterschiede (mehr).

Werte sind keine Bedürfnisse! Bedürfnisse wiederholen sich ständig. Werte verkörpert jede/r selbst, sind sogar eigener Selbstausdruck.

Gerechtigkeit ist ein kaltes Gefühl - ich kann unter dessen DHL aus technischen Gründen nicht abwählen - und verbraucht nichts.

"Wenn hier ein Apple-Handy für 800 Euro verkauft wird, muss sichergestellt sein, dass in den Coltan-Minen im Kongo anständige Löhne gezahlt werden und Umweltstandards gelten." Bundesentwicklungsminister Gerd Müller

https://www.welt.de/polit [...] ika.html

03.08.2017 14:35
von:
CakesFabrik
Status: offline  

ZitatMinerva_ schrieb am 17.06.2017 um 19:47:

Also, ich finde das Anliegen der TE verständlich und nachvollziehbar.
Und schön, wenn sich eine andere Lösung finden ließ.
Mir ist mittlerweile klar geworden, warum die Pakete sehr schnell im PaketShop landen, obwohl ich da bin. Die Pakete n den Shop zu bringen und Karten in die Briefkästen zu werfen geht schneller und schont die Bandscheiben als klingeln und warten.
Und ich glaube, ich bin zukünftig diesbezüglich nicht mehr sauer auf den Boten.

Ich überlege grundsätzlich, ob ich die Dinge, die ich brauche, irgendwo im Laden bekomme. Das wird nur zunehmend schwieriger, was mich immer wieder echt ärgert...


Ich muss bestellen, da ich aus gesundheitlichen Gründen nicht alles tragen kann, was benötigt wird.

Heute kamen zwei Lieferungen.
Rewe, die neuerdings DHL nutzen und Zooplus.
Rewe möchte einen Mindestbestellwert von 40 Euro. Netto. Wenn die Mehrwertsteuer, Getränkezuschlag und dergleichen dazu kommen, sind es deutlich mehr als 40 Euro. Insofern ist das eine Megamenge an Zeugs. Hätte ich dem Rewe-Mann nicht beim Hochtragen geholfen, wäre er locker, wenn nicht mehr, auf 4x hoch in den dritten Stock gekommen. Was für ein Kraft- und Zeitaufwand. Für wenig Lohn. Und minimal berechnete zeitliche Abgabe der Pakete.
Mich irritierte eher, dass er sich mehrfach und inbrünstig für das Helfen bedankte. Tat mir sehr leid.

Zooplus also auch. Der DHL-Mann war schon im Flur am Fluchen, weil sein elektronisches Dinges nicht funzte. Das Paket war tragbar, aber er stand 10 Minuten an meiner Tür und musste immer wieder das elektronische Dingens neu laden, damit ich meine Unterschrift setzen kann. Hitze, hohe Luftfeuchtigkeit, Scheißtechmik und so eben.
Den Zeitverlust ersetzt ihm keiner und gilt auch nicht bei seiner Norm, so und so viel Pakete austragen zu müssen.
Witzig war nur, dass er offensichtlich Migrationshintergrund hat, aber an jeden fast unverständlichen Satz "weeßte" hängte. Alles klar, er ist in Berlin zu Hause. Mit ein wenig Trinkgeld war er nicht beruhigt, aber ein wenig besänftigt.
Tauschen möchte ich mit den DHL-Mitarbeitern nicht.
Es ist Ausbeute. Definitiv.

Und ich danke für jedes Paket inbrünstig, welches sie nicht dem Paketshop übergeben. Und ich danke den Mitarbeitern. Gleich vor Ort, an der Tür. Davon haben sie keine Anerkennung durch den Arbeitgeber, aber vielleicht keinen völlig schlechtdoofen Tag


editiert am 03.08.2017 14:39 Beitrag melden Zitatantwort

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